WAZ Hattingen am 6. Februar 2006

Hattingen hilft weiter

Von Arne Poll

Aus der Initiative wurde jetzt ein Verein. Der neue Vorstand will sich zunĂ€chst um den Bau eines Kindergartens in Sir Lanka kĂŒmmern. Dann soll auch anderen bedĂŒrftigen Regionen der Welt geholfen werden.

Nun ist es amtlich: „Hattingen hilft“ hat jetzt Vereinsstatus. Bei der GrĂŒndungsversammlung wurden die Ziele der gemeinnĂŒtzigen Initiative neu definiert. ZunĂ€chst hatten die Aktiven mit den UnwĂ€gbarkeiten des deutschen Vereinsrechts zu kĂ€mpfen:

Hans Hartung  Bernd Loewe  JĂŒrgen Fröber

Wie oft mĂŒssen Mitgliederversammlungen stattfinden? Muss schriftlich eingeladen werden? Wer bekommt das Vermögen, wenn sich der Verein auflösen sollte? Wem soll eigentlich geholfen werden?

Zentrale Fragen, die vor der VereinsgrĂŒndung geklĂ€rt werden mussten. Pfarrer Bodo Steinhauer, der schon Erfahrungen in Vereinssatzungen gesammelt hatte, hatte sich dazu bereit erklĂ€rt die Versammlungsleitung zu ĂŒbernehmen. Zur großen Freude aller Beteiligten. Denn schließlich sollte es möglichst schnell auch um die inhaltliche Zukunft von „Hattingen hilft“ gehen.

Der neue Vorsitzende Hans Hartung referierte noch einmal die bisher geleistete Arbeit nach der Tsunami-Katastrophe im Dezember 2004, die zur GrĂŒndung der Initiative gefĂŒhrt hatte. „Das Geld ist in die Akuthilfe geflossen.“ Bisher ausschließlich in Sri Lanka. Gemeinsam mit der Dorstener ABC-Gesellschaft wurde im Distrikt Mullaitivu eine Grundschule gebaut.

In der Zukunft soll sich das Aktionsgebiet Ă€ndern. „Zweck des Vereins ist Hilfe fĂŒr in Not geratene Menschen“, wurde in der Satzung festgehalten, ZunĂ€chst sei noch der Bau eines Kindergartens im Norden von Sri Lanka geplant.

Die Tamil Rehabilitation (TRO) wird aber Partner sein. Stattdessen wird die TECH, eine Sri-Lanka erfahrende Hilfsorganisation, mit ins Boot geholt.   DafĂŒr werden 25000 Euro benötigt. Etwa Fundament 2500 Euro sind bei ersten Aktionen in Dezember und Januar schon zusammengekommen.

Auf Dauer wollen sich die bisher zehn Mitglieder auch anderen Regionen der Welt zuwenden. „Wir wollen dort helfen, wo Hilfe gebraucht wird.“ ZunĂ€chst werden jetzt neue Mitglieder geworben. Denn „Hattingen hilft“ soll auch finanziell auf ein stabiles Fundament bauen können.

Erwachsene werden fĂŒr drei Euro Mitglied

MitgliedsbeitrĂ€ge sollen die Basis der finanziellen Arbeit von „Hattingen hilft“ bilden. Erwachsene zahlen mindestens drei Euro im Monat, Jugendliche einen Euro, Familien fĂŒnf Euro und Organisationen 60 Euro.

Kontakt: 3 41 45 (Hans Hartung), 4 19 50 (Dr. JĂŒrgen Fröber), 8 25 26 (Bernd Loewe). Das Spendenkonto Nr.76760 bei der Sparkasse Hattingen (BLZ 430 510 40) bleibt weiter bestehen. Der weitere Vorstand: Beate Loewe (Kassiererin), Romy Funk (Beisitzerin). Kandirah Sivakumar und Heike Kahlfus mĂŒssen das Amt als Beisitzer noch annehmen.